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Tauchen in der Corona-Krise

Verantwortlicher Autor: Stefan Ott Sankt Augustin, 24.05.2020, 15:45 Uhr
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Sankt Augustin [ENA] Das sollte ein richtig schönes Tauerjahr werden. Da hatte ich mir so Einiges vorgenommen. Mehr "vor der Haustüre tauchen", zwei Mal in die Ferne schweifen (nein, jetzt bitte keine Greta Debatte...) und unter Wasser den Kopf frei bekommen. So der Plan. Dann kam Corona. Die Kriese. Der Lockdown. Das war und ist hart. Für alle. Spürbar, sichtbar. Für Familien und Berufstätige. Gewerbetreibende und große Firmen.

Aber auch für den Sport. Nahezu alle Vereine und Sportarten waren und sind betroffen. Ich spreche hier für den Tauchsport und meine ganz persönliche Erfahrung damit. Nichts geht mehr. Seit Anfang März steht der Betrieb still. Es ist bedauerlich - denn gerade im Frühjahr starten die Blöcke der theoretischen Tauch-Ausbildung. In Gruppen- und Klassenform. Aber: Nichts geht mehr. Kontaktverbot = Ausbildungsverbot. Das wird ein hartes Jahr 2020! Selbst mit den angehenden Lockerungen wird alles , was mit Wasser und Training zu tun hat, schwer umzusetzen sein. Der VDST als Verband des Tauchsports in Deutschland ist bemüht, zu empfehlen und Hilfestellung zu geben.

Aber sind wir ehrlich: solange man nicht normal Duschen darf, als Verein in der Sammelumkleide sein Training in der Gruppe beginnt und dort auch wieder beendet, solange man nicht "frei" ins Wasser darf und Abstände einhalten muss - so lange wird es für viele Wassersportler eine sehr trockene Zeit sein. Düstere Aussichten für die Vereine und das Vereinsleben. Und die Ausbildung. Gerade der Nachwuchs wird im Sommer nicht in Klassenräumen sitzen wollen (wenn es denn überhaupt wieder erlaubt ist) um Theorie außerhalb der Schule zu lernen. Und ohne Theorie geht es mit Sicherheit auch nicht zur weiteren Ausbildung ins Wasser. Hoffen wir, das bald klar ist, was diese Virus wie macht, damit wir alle bald wieder kopfüber abtauchen können. (SO)

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